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Dunkelschoen(e) Texte

 
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Dunkelschoen



Anmeldungsdatum: 02.10.2009
Beiträge: 117
Wohnort: Leonberg

BeitragVerfasst am: Mi 24.03.2010, 19:33    Titel: Dunkelschoen(e) Texte Antworten mit Zitat

Ich schreibe Gedichte, Texte und Songs... sitz grade auch an meinem ersten Buch... stell hier mal ein paar Sachen rein =)





Zu zweit lebendig durch den Tod


 Im alten Dunkeln der angebrochenen Zeit.
 Spinnenweben bedecken den Tau.
 Die Spinnen sind tot.

 Zwischen verdorrten Blumen im Gras,
 wie leichter Schatten,
 liegen zwei Körper,
 gepeinigt vom blitzenden Messer des Frostes.

 Jedoch wie wundersam, wie unversehrt geblieben.
 Die Frauenhaut so unberührt,
 scheint ein schleichend gierender Tod,
 die Seele wärmend gebettet zu haben.
 Wie lieblich ist ihr Frieden durchs Menschenauge anzusehen.

 Kein anderes Glück kann treffender dieses Bild beschreiben.
 Als wären sie Feen,
 blicken von Zeit zu Zeit,
 kühlend feine Sonnenstrahlen auf ihre Gesichter herab.

 Legen für gebrochene Sekunden der Wahrheit,
 die Schatten beiseite.
_________________
In einer Welt voller Fantasie und reinster Schönheit, werden wir bleiben bis in alle Ewigkeit.

www.myspace.com/morgaineofficial

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Dunkelschoen



Anmeldungsdatum: 02.10.2009
Beiträge: 117
Wohnort: Leonberg

BeitragVerfasst am: Mi 24.03.2010, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Der folgende Text ist einer meiner neuen Songs, wird auch bald auf myspace zu hören sein.


Albtraum in mir


Ich sitze hier, ganz alleine,
du starrst hinab auf meine Beine.
Kannst deine Finger nicht von mir lassen,
und ich fange an Dich zu hassen.

Brennende Messer tief in mir,
bin beschmutzt mit deiner Gier.
Ich will nur noch weg von hier,
dachte ich gehöre zu Dir.


Es tut so weh,
der Albtraum in mir.
Ihr müsstet ihn sehen,
ich verzweifle hier.
Ein stummer Schrei,
jede Nacht schluck ich Tränen.
Wann ist es vorbei,
der Albtraum in mir.


Wenn Liebe mit Gewalt geschieht,
und keiner der das wirklich sieht.
Hatte Angst etwas zu sagen,
denn du müsstest es ertragen.


Schwach und leer lieg ich hier,
als Totenbraut ein Werk von Dir.
Sterbe nun an diesem Ort,
doch du bist schon lange fort.


Ich habe Angst, Angst etwas zu sagen.
Ich habe Angst, ich kann es noch nicht wagen.
Ich habe Angst, Angst zu verzagen.
Ich habe Angst, ich kann die Last nicht länger tragen.


Doch jetzt habe ich den Mut zu sprechen,
werde alle deine Regeln brechen.
Habe keine Angst mehr etwas zu sagen,
und das musst du jetzt ertragen.


Du tust mir weh,
bist der Albtraum in mir.
Sie müssten Dich sehen,
ich verzweifel hier.
Mein stummer Schrei,
jede Nacht schluck ich Tränen.
Wann ist es vorbei,
der Albtraum in mir...
...mit Dir.
_________________
In einer Welt voller Fantasie und reinster Schönheit, werden wir bleiben bis in alle Ewigkeit.

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Pechmariah



Anmeldungsdatum: 08.04.2009
Beiträge: 255
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: Mi 24.03.2010, 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Oh mein fu**cking Gott.
Maren, das Gedicht am Anfang ist ja wundervoll..!
Ich liebe solch düsteren Texte und wenn sie dann auch noch so schön verfasst sind, umso besser!

Zu deinem zweiten Text kann so einiges gesagt werden.
Finde es wirklich gut von dir, dass du dich mit solch einem schlimmen Thema beschäftigst.
Kann es kaum erwarten den Text als Song von dir zu hören.
_________________
Oui, je suis und dame arrogante. Et oui, je mords déjà fois volontiers. Mais lorsque la petite Mariah a cher quelqu'un, elle est un ange.
Yes, We Dei!
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Dunkelschoen



Anmeldungsdatum: 02.10.2009
Beiträge: 117
Wohnort: Leonberg

BeitragVerfasst am: Do 25.03.2010, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Folgender Text ist diesen Januar entstanden als ich im Krankenhaus lag und abends am Fenster saß und in die verschneite Nacht blickte.


Wundersame Wortgedanken im Winter


Eine weiße Decke umgibt mich,
umschließt mich sanft.
Sehe Alles wie durch einen unsichtbaren Schleier,
durch kaltes Glas.
Grau in grau- Weiß in weiß.
Silbrig verschwommene Nacht,
nur zum Schein die heile Pracht.

Die Kälte schmiegt sich an meinen Körper,
der Atem- nur noch ein Hauchen.
Meine Tränen gefrieren zu Eis,
und alles Leben erstarrt zu Stein.
_________________
In einer Welt voller Fantasie und reinster Schönheit, werden wir bleiben bis in alle Ewigkeit.

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Dunkelschoen



Anmeldungsdatum: 02.10.2009
Beiträge: 117
Wohnort: Leonberg

BeitragVerfasst am: Do 25.03.2010, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Der Text, hat ebenfalls diesen Winter seinen Weg zu Papier gefunden.


Eisblauer Winternachtstraum


Vor meinen Augen,
ein blau schillerndes Tuch.
Es ist das Tuch der Vergänglichkeit.
Wie funkelnde Diamanten,
eine Eisblume auf kaltem Glas.
Wie ein Regenbogen.

Blicke aus dem Fenster.
Es zeigt sich mir ein Bild,
unendlich vollkommener Schönheit.
Eisblaue Winternacht in meinem Herzen.
_________________
In einer Welt voller Fantasie und reinster Schönheit, werden wir bleiben bis in alle Ewigkeit.

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Dunkelschoen



Anmeldungsdatum: 02.10.2009
Beiträge: 117
Wohnort: Leonberg

BeitragVerfasst am: So 23.05.2010, 15:59    Titel: Kranke Welt Antworten mit Zitat

Das ist eine Geschichte aus meinem Buch "Der Märchengarten der Angst".


Kranke Welt



Es geschah hier. Gleich hier, nebenan. Gleich da drüben, hinter dem Haus. Neben dem großen Baum auf der Wiese. In dem Zelt, das da stand. In dem Zelt, das, zwischen den anderen Zelten.
Es geschah abends. Abends, auf einer Zeltparty. Das Datum weiß ich noch ganz genau.
Es geschah heute vor genau 4 Jahren. Erst jetzt schaffe ich es, meine Geschichte aufzuschreiben und Dir davon zu erzählen. 4 Jahre sind eine lange Zeit,und doch kommt es mir vor, als wäre es erst gerade eben passiert.
Es geschah am 21. Mai 2006.
Für diese Jahreszeit war es schon unglaublich warm draußen.
Der Typ mit dem ich dort war, hieß Luca, war zwei Jahre älter als ich, Halbitaliener, einen Kopf größer als ich und Profi im Kickboxen.
Seit einem Monat waren wir zusammen.
Die Party fand irgendwo außerhalb statt. Es wurde viel geraucht und der Alkohol floss in rauen Mengen. Ich trank nichts. Keinen Schluck. Ich trank nie Alkohol. Irgendwie war er mir unsympathisch. Aber spießig war ich nicht.
Die Anderen leerten eine Flasche nach der Anderen. Ich schaute zu.
Ich schaute ihnen zu und ich hatte Mitleid. Ich hatte Mitleid mit diesen armen Geschöpfen,
die ihrer Schwäche unterlagen. Die Schwäche zeigten. Ich durfte keine Schwäche zeigen.
Ich war nicht schwach. Ich war ein starkes Mädchen. Wer Schwäche zeigt, der macht sich angreifbar. Ich durfte nicht mehr angreifbar sein. Für Niemanden.
Mir war langweilig. Die Sonne sank immer tiefer und war bald schon verschwunden.
Warum war ich eigentlich hier? Ich hasste Partys. Sollten sich die Anderen eben wegschießen, was ging mich das an? Ich wollte nur noch in mein Zelt krabbeln und den primitiven Primatenhaufen hinter mir lassen.
Ich fühlte mich seltsam. Meine Sinne waren wie betäubt, nahm alles durch einen unsichtbaren Schleier wahr. Dabei hatte ich gar nichts getrunken... strange... .
Leicht taumelnd bewegte ich mich in Richtung Zelt. Auf dem Weg dorthin, erklärte ich Luca, dass ich nun schlafen gehen würde. Er könne ruhig noch weiter saufen.
Da ich mit einer Mischung aus Schlaftrunkenheit und Sinnesbetäubung versuchte, in mein Zelt zu klettern, bemerkte ich nicht, dass Luca mir gefolgt war und ebenfalls in das Zelt kroch.
Als ich ihn dann doch bemerkte, war es mir Recht, hatte nichts gegen ein bisschen kuscheln. Ich zog mich um, keine Ahnung wie ich das geschafft hatte. Irgendwie drehte sich alles in meinem Kopf und mir war verdammt schlecht. Ich wollte nur noch schlafen.
Oder kotzen. Am besten beides gleichzeitig.
Dann merkte ich, wie Luca seine Hand unter mein Top schob und gierig nach meinen Brüsten tastete. Eigentlich wollte ich das nicht, und ich hatte echt keine Lust auf Fummeln.
Schaffte es aber nicht seine Hand wegzuschieben. War wohl zu schwach. Zu schwindelig im Kopf.
Plötzlich spürte ich seine Hand in meiner Hose. Ich bekam Panik, ich wollte das nicht!
Dieses Arschloch sollte gefälligst damit aufhören!
Für das, was dann passierte, fällt es mir sehr schwer die passenden Worte zu finden.
Ich denke, weil es für das Folgende keine Worte gibt.
Es gibt keine Worte für die Gedanken und Gefühle, die ich nun versuche zu beschreiben.
Kein Wort kann auch nur annähernd erzählen, was in mir, auf mir und um mich herum vorging.
Ich nahm alles durch diesen Schleier war, und doch war alles so real, dass ich heute noch so erlebe, wenn ich die Augen schließe, als wäre es eben erst passiert.
Er riss mir das Shirt vom Körper und zog meine Hose runter, es ging alles so schnell.
So verdammt schnell.
Mir wurde übel und ich spürte eine Angst in mir, die ich zuvor noch nie so intensiv erlebt hatte. Die Übelkeit wurde stärker. Die Angst auch.
Ich hatte solch eine verdammte Angst. Sie schnürte mir die Kehle zu.
Ich konnte nicht schreien. Ich brauchte nur ein leises Wimmern hervor, ein klägliches Schluchzen. In mir schrie es. Meine Seele schrie und schlug um sich. Sie wehrte sich.
Bekam Panik.
Ich bekam Panik.
Er grapschte gierig nach meinen Titten, mit der anderen Hand rieb er sich an seinem Schwanz rum.
Ich zitterte. Ich zitterte und ich hatte Angst. Gott, ich hatte so eine beschissene, scheiß Angst.
Angst vor ihm. Angst vor mir und meiner Angst. Angst vor dem, was gleich passieren würde.
Er legte sich auf mich. Er war so schwer, bekam kaum noch Luft. Wagte nicht zu atmen.
Konnte mich nicht rühren, Ich war nicht fähig irgendetwas zu tun.
Jetzt bin ich an der Stelle, an der ich nicht weiß, wie ich Dir auch nur im Geringsten eine Vorstellung von dem machen kann, was ich durchmachen musste. Ich weiß nicht wie ich Dir, das was ich nun fühlte, beschreiben soll? Jedes Wort dieser Welt kommt mir viel zu harmlos vor. Es gibt keine Vergleiche, die mein Erlebnis auch nur in kleinster Weise wieder spiegeln könnten.
Ich weiß nicht, womit ich beginnen soll. Welche Worte benutze ich?
Da passierte so vieles gleichzeitig. Es geschah so schnell und doch kam es mir wie eine Ewigkeit vor.
Mir war so schlecht. Und ich hatte solche Angst. Und mir war schlecht vor Angst.
Ich spürte nicht viel und doch zu viel. Ich nahm nicht viel wahr und doch zu viel.
Ich spürte wie er meine Unschuld mit bloßer Gier zerfetzte.
Wie tausend und ein Messer in mir. Stachen in mich und in mein Herz.
Zerfetzten meine Seele, zerdrückten meinen Bauch und zerquetschten alles Schöne in mir. Jede schöne Erinnerung floh aus mir. Es tat so weh. Dieses stechende Gefühl, dieser Schmerz.
Verdammt, Du weißt nicht wie weh es tat. Wie kann ich Dir das nur beschreiben?
Ich kann es nicht, weil es nicht möglich ist. Es gibt keine Worte dafür und es wird sie auch niemals geben, da bin ich mir sicher.
Er keuchte. Er genoss es. Er genoss es mich wimmernd und leidend unter im zu sehen.
Schwach. Kaputt. Dieses verdammte Dreckschwein.
Und ich lag einfach nur da. Ich lag einfach nur da, unfähig etwas zu tun. Starr vor Angst und wie gelähmt. Ich war nicht anwesend. Zwar nahm ich alles wahr, doch blendete ich auch alles um mich herum aus.
Er brauchte nicht lang. Er brauchte nicht lang, und doch zu lang.
Ich fühlte mich so leer. Ich war leer, denn meine Seele war geflohen.
Ich fühlte mich dreckig. Beschmutzt mit seiner Gier, seinem Schweiß, seiner Wichse....
beschmutzt von dem Arschloch, das inzwischen von mir abgelassen hatte und aus dem Zelt kroch.
Ich hörte ihn und seine Freunde lachen. Hörte ihn prahlen. Er war stolz, weil er mich zerstört hatte.
„Was für eine kranke Welt“, dachte ich und fing an zu weinen.
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